KERNLEISTUNG UMWELTPRODUKTDEKLARATION

Verifizierte EPD für Ihr individuelles Bauprodukt

Wir begleiten Hersteller individueller Bauprodukte bei der Erstellung ihrer normenkonformen EPDs — von der Datensichtung bis zur Veröffentlichung. Bearbeitungszeit circa 1-2 Wochen, auch bei komplexen Brandschutzsystemen, Spezialdämmungen oder Fugenelementen.

EN 15804+A2 · ISO 14025

Was eine EPD ist und warum sie gerade jetzt zählt

Ein Bauprodukt wird heute nicht mehr nur danach bewertet, was es technisch leistet. Immer häufiger zählt auch, welche Umweltwirkungen es verursacht: Welche Rohstoffe stecken darin? Wie viel Energie wird in der Herstellung benötigt? Welche Emissionen entstehen beim Transport, beim Einbau, in der Nutzung oder am Lebensende?

Genau dafür gibt es die Umweltproduktdeklaration, kurz EPD. Sie ist eine Art standardisierter Umweltsteckbrief für Bauprodukte. Darin werden die Umweltwirkungen eines Produkts nachvollziehbar dokumentiert, nicht als Marketingaussage, sondern nach festen Regeln, mit klarer Methodik und unabhängiger Prüfung.

Die Grundlage dafür ist eine Lebenszyklusanalyse, kurz LCA. Sie berechnet die Umweltwirkungen entlang des Produktlebenswegs. Die EPD übersetzt diese Berechnung anschließend in ein anerkanntes Dokument für die Bauwirtschaft. Während die LCA also die fachliche Berechnung liefert, macht die EPD die Ergebnisse vergleichbar, prüffähig und nutzbar, etwa für Ausschreibungen, Gebäudezertifizierungen, Planungsentscheidungen oder Nachhaltigkeitsberichte.

Für Bauprodukte folgt eine EPD der Norm EN 15804+A2. Diese legt fest, welche Umweltkennzahlen ausgewiesen werden müssen, wie der Lebenszyklus gegliedert wird und in welcher Form die Ergebnisse dokumentiert werden. Dadurch können Planer, Bauherren und Auftraggeber Produktdaten einordnen und in Gebäudeökobilanzen weiterverwenden.

Gerade jetzt wird die EPD besonders wichtig. Durch neue regulatorische Anforderungen, steigende ESG-Berichtspflichten und die kommende EU-Bauprodukteverordnung werden belastbare Produktdaten zunehmend zur Voraussetzung, um Produkte auf dem Markt anbieten zu dürfen. Öffentliche Bauherren, Generalplaner und große Auftraggeber fragen solche Daten schon heute aktiv an. Wer keine EPD liefern kann, riskiert, bei Ausschreibungen schlechter bewertet oder gar nicht erst berücksichtigt zu werden — auch wenn das Produkt technisch überzeugt.

Besonders anspruchsvoll wird es bei individuellen und komplexen Bauprodukten. Ein einfaches Produkt lässt sich häufig noch mit Standarddaten abbilden. Bei mehrschichtigen oder mehrkomponentigen Produkten sieht das anders aus: passive Brandschutzsysteme, kombinierte Dämm- und Schallschutzaufbauten oder Fugen- und Anschlussprodukte bestehen oft aus mehreren Materialien, Varianten und Verarbeitungsschritten. Hier reichen starre Templates nicht aus.

Genau dort setzt ecoverity an. Wir bauen die Datengrundlage sauber auf, modellieren individuelle Produkte nachvollziehbar und überführen die Ergebnisse in eine normenkonforme EPD. So entsteht nicht nur ein Pflichtdokument, sondern ein belastbarer Nachweis, der in Ausschreibungen, Kundengesprächen und zukünftigen Anschlussprojekten genutzt werden kann.

Ihr EPD-Projekt in 8 Schritten

Der Weg zur verifizierten Umweltproduktdeklaration

  1. Auftakt

    Wir starten mit einem gemeinsamen Projekt-Setup: Welche Produkte sollen deklariert werden, welche Varianten gehören dazu und welche Termine sind relevant? Außerdem klären wir, welcher Programmbetreiber passt und welche Produktkategorie-Regeln gelten.

    ca. 1 Tag

  2. Datensichtung

    Wir prüfen Ihre vorhandenen Produktdaten auf Vollständigkeit und EPD-Tauglichkeit. Dazu gehören Materialdaten, Lieferantendaten, Energieverbräuche, Produktionsabfälle und Verpackungen. Fehlende oder unsichere Daten markieren wir frühzeitig, damit der weitere Prozess planbar bleibt.

    ca. 1 Tag

  3. Modellierung

    Wir bauen das Lebenszyklusmodell Ihres Bauprodukts nachvollziehbar auf. Bei mehrkomponentigen Produkten modellieren wir Materiallogik, Schichtaufbau, Produktionsschritte und Varianten strukturiert, sodass die Berechnung später prüffähig und aktualisierbar bleibt.

    ca. 2-3 Tage

  4. Berechnung

    Wir berechnen die Umweltwirkungen nach den Anforderungen der EN 15804+A2. Dabei werden die relevanten Lebenszyklusmodule ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, welche Materialien und Prozessschritte die Umweltwirkung besonders prägen.

    ca. 1 Tag

  5. Bericht & Verifizierungs-Setup

    Wir überführen die Berechnung in einen EPD-Entwurf nach den Regeln des Programmbetreibers. Zusätzlich erstellen wir die prüffähige Hintergrunddokumentation, in der Datenquellen, Annahmen, Modellierungsschritte und Berechnungslogik nachvollziehbar erläutert werden.

    ca. 2-3 Tage

  6. Externe Verifizierung

    Wir begleiten das Prüfverfahren mit dem unabhängigen Verifizierer. Dabei beantworten wir Rückfragen, liefern methodische Erläuterungen nach und passen Unterlagen an, falls im Prüfprozess Nacharbeiten notwendig werden. Diese Nacharbeiten sind im vereinbarten Projektumfang enthalten.

    abhängig vom Programmbetreiber

  7. Veröffentlichung

    Nach erfolgreicher Verifizierung bereiten wir die Veröffentlichung der EPD vor und unterstützen beim Upload in die relevanten Programm- und Datenbanken. Dazu können je nach Programmbetreiber auch ILCD- oder maschinenlesbare EPD-Datensätze gehören.

    ca. 1-2 Tage

  8. Pflege & Updates

    Eine EPD ist in der Regel 5 Jahre gültig. Wir behalten Fristen, Datenstand und mögliche Änderungsbedarfe im Blick. Wenn Rückfragen, kleinere Nacharbeiten oder methodische Ergänzungen zur bestehenden EPD auftreten, begleiten wir diese mit. Wenn sich Produkt, Rezeptur, Lieferanten oder Produktionsdaten wesentlich ändern, aktualisieren wir die bestehende Datengrundlage über eine gezielte Folgebeauftragung.

    fortlaufend

  1. 01

    Auftakt

    Wir starten mit einem gemeinsamen Projekt-Setup: Welche Produkte sollen deklariert werden, welche Varianten gehören dazu und welche Termine sind relevant? Außerdem klären wir, welcher Programmbetreiber passt und welche Produktkategorie-Regeln gelten.

    Dauer

    ca. 1 Tag

    Ergebnis

    Verbindliche Scope-Vereinbarung, Projektplan, Datenanforderungsliste

  2. 02

    Datensichtung

    Wir prüfen Ihre vorhandenen Produktdaten auf Vollständigkeit und EPD-Tauglichkeit. Dazu gehören Materialdaten, Lieferantendaten, Energieverbräuche, Produktionsabfälle und Verpackungen. Fehlende oder unsichere Daten markieren wir frühzeitig, damit der weitere Prozess planbar bleibt.

    Dauer

    ca. 1 Tag

    Ergebnis

    Datentauglichkeits-Bericht, Lücken- und Nachforderungsliste

  3. 03

    Modellierung

    Wir bauen das Lebenszyklusmodell Ihres Bauprodukts nachvollziehbar auf. Bei mehrkomponentigen Produkten modellieren wir Materiallogik, Schichtaufbau, Produktionsschritte und Varianten strukturiert, sodass die Berechnung später prüffähig und aktualisierbar bleibt.

    Dauer

    ca. 2-3 Tage

    Ergebnis

    Lebenszyklusmodell, dokumentierte Modellannahmen

  4. 04

    Berechnung

    Wir berechnen die Umweltwirkungen nach den Anforderungen der EN 15804+A2. Dabei werden die relevanten Lebenszyklusmodule ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, welche Materialien und Prozessschritte die Umweltwirkung besonders prägen.

    Dauer

    ca. 1 Tag

    Ergebnis

    Wirkungsabschätzungs-Datensatz, Hotspot-Auswertung

  5. 05

    Bericht & Verifizierungs-Setup

    Wir überführen die Berechnung in einen EPD-Entwurf nach den Regeln des Programmbetreibers. Zusätzlich erstellen wir die prüffähige Hintergrunddokumentation, in der Datenquellen, Annahmen, Modellierungsschritte und Berechnungslogik nachvollziehbar erläutert werden.

    Dauer

    ca. 2-3 Tage

    Ergebnis

    EPD-Entwurf, Hintergrundbericht, Verifizierungsunterlagen

  6. 06

    Externe Verifizierung

    Wir begleiten das Prüfverfahren mit dem unabhängigen Verifizierer. Dabei beantworten wir Rückfragen, liefern methodische Erläuterungen nach und passen Unterlagen an, falls im Prüfprozess Nacharbeiten notwendig werden. Diese Nacharbeiten sind im vereinbarten Projektumfang enthalten.

    Dauer

    abhängig vom Programmbetreiber

    Ergebnis

    Verifizierungsfreigabe, geprüfte EPD-Unterlagen, dokumentierte Rückfragen

  7. 07

    Veröffentlichung

    Nach erfolgreicher Verifizierung bereiten wir die Veröffentlichung der EPD vor und unterstützen beim Upload in die relevanten Programm- und Datenbanken. Dazu können je nach Programmbetreiber auch ILCD- oder maschinenlesbare EPD-Datensätze gehören.

    Dauer

    ca. 1-2 Tage

    Ergebnis

    Veröffentlichte EPD, EPD-Datensatz, Veröffentlichung in Programm- und Datenbanken

  8. 08

    Pflege & Updates

    Eine EPD ist in der Regel 5 Jahre gültig. Wir behalten Fristen, Datenstand und mögliche Änderungsbedarfe im Blick. Wenn Rückfragen, kleinere Nacharbeiten oder methodische Ergänzungen zur bestehenden EPD auftreten, begleiten wir diese mit. Wenn sich Produkt, Rezeptur, Lieferanten oder Produktionsdaten wesentlich ändern, aktualisieren wir die bestehende Datengrundlage über eine gezielte Folgebeauftragung.

    Dauer

    fortlaufend

    Ergebnis

    Update-Begleitung, gepflegte EPD-Datengrundlage

Was Sie konkret bekommen

ecoverity's Leistungsversprechen

Was die EPD ermöglicht

Leistungen, die auf der EPD aufbauen

Eine verifizierte EPD ist Grundlage für CO₂-Reduktionsmaßnahmen und Nachhaltigkeitsreporting und wird darüber hinaus auch im digitalen Produktpass inkludiert werden.

  1. STUFE 01

    Methodik

  2. STUFE 02

    Dokumentation

  3. STUFE 03

    Strategie

Häufige Fragen zu EPD

Wie lange dauert die Erstellung einer EPD?
Eine EPD dauert bei uns in der Regel ca. 1–2 Wochen ab Datenfreigabe. Voraussetzung ist, dass die relevanten Produktdaten vollständig vorliegen: Stücklisten, Energieverbräuche, Lieferantendaten, Verpackungen und Produktionsinformationen. Sollte dies nicht der Fall sein, unterstützen wir in einem Werksbesuch die Datenbeschaffung. Den konkreten Ablauf und die Projektdauer stimmen wir im Auftakt verbindlich mit Ihnen ab.
Was kostet eine EPD?
Der Preis hängt vor allem von der Produktkomplexität, der Datenverfügbarkeit und dem gewählten Programmbetreiber ab. Eine EPD für ein klar abgegrenztes Einzelprodukt ist günstiger als eine Produktfamilien-EPD mit mehreren Varianten, Schichtaufbauten oder Produktionsstandorten. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unsere Preisliste zu. Nach einer ersten Datensichtung können wir den Rahmen genauer abstecken und Ihnen so auch ein individuelles und unverbindliches Angebot erstellen.
Können mehrere Produktvarianten in einer EPD abgebildet werden?
Ja, mehrere Varianten können in einer Produktfamilien-EPD zusammengefasst werden, wenn sie methodisch sinnvoll gemeinsam abgebildet werden können. Das ist besonders relevant bei Bauprodukten mit ähnlichem Aufbau, unterschiedlichen Dicken, Formaten, Rezepturanteilen oder Leistungsklassen. Wir prüfen zu Beginn, ob eine Familien-EPD möglich ist oder ob einzelne EPDs sinnvoller sind. Ziel ist eine Lösung, die methodisch sauber bleibt und gleichzeitig den Pflegeaufwand reduziert.
Wer verifiziert die EPD?
Die Verifizierung übernimmt ein unabhängiger, zugelassener Dritter. Wir erstellen die EPD-Unterlagen, bereiten die Hintergrunddokumentation vor und begleiten die Rückfragen im Prüfprozess, die eigentliche Verifizierung erfolgt aber extern. Typische Programmbetreiber im Bauproduktbereich sind: 1. Das IBU (Institut Bauen und Umwelt), ein etablierter deutscher Programmbetreiber für EPDs. IBU prüft und veröffentlicht EPDs mit unabhängiger Drittverifizierung und ist besonders stark im deutschen Bauproduktmarkt vertreten. 2. Kiwa-Ecobility Experts, ein internationaler EPD-Programmbetreiber innerhalb der Kiwa-Gruppe. Kiwa bietet EPD-Programme und Verifizierung für Bauprodukte an und ist auch im Kontext der Bauprodukteverordnung aktiv. 3. ift Rosenheim, ein Programmbetreiber mit starkem Bezug zu Fenstern, Türen, Fassaden und Bauelementen. In veröffentlichten EPDs tritt ift Rosenheim als Programmbetreiber auf; ältere Deklarationscodes nutzen unter anderem das Kürzel AFT.
Was unterscheidet eine ecoverity-EPD von einer EPD anderer Anbieter?
Eine ecoverity-EPD verbindet methodische Modellierung mit einem schlanken, digitalen Projektprozess. Wir arbeiten nicht mit starren Templates, sondern strukturieren Ihre Produktdaten intern so, dass komplexe Bauprodukte, Varianten, Schichtaufbauten und Sonderfälle sauber abgebildet werden können. Dafür nutzen wir interne Automatisierung, standardisierte Datenlogiken und enge Abstimmung mit Ihrem Team. So bleibt der Prozess effizient, nachvollziehbar und persönlich betreut.
Wie lange ist eine EPD gültig?
Eine EPD nach EN 15804+A2 ist in der Regel 5 Jahre gültig. Wir betreuen die Aktualisierung über unsere EPD-Updates-Leistung und melden uns rechtzeitig vor Ablauf. Wenn sich Produkt, Rezeptur, Lieferanten oder Produktionsdaten wesentlich ändern, kann eine Aktualisierung auch vor Ablauf der 5 Jahre sinnvoll oder notwendig sein. Die bestehende Datengrundlage muss dafür nicht neu aufgebaut werden, sondern kann gezielt aktualisiert werden.

Starten Sie mit einer realistischen Einschätzung.

Wir prüfen mit Ihnen, welche Produktdaten vorliegen, welche fehlen und ob eine EPD kurzfristig umsetzbar ist. Persönlich und unverbindlich.