KERNLEISTUNG LEBENSZYKLUSANALYSE

Belastbare LCAs als Datenbasis hinter jeder Produktbewertung

Wir erstellen methodisch saubere LCAs für individuelle und mehrschichtige Bauprodukte - als Datenbasis für EPDs, DPPs, PCFs und Reduktionsstrategien. Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 1 Woche, abhängig vom Scope und der Datenlage.

ISO 14040 · ISO 14044 · EN 15804+A2-kompatibel

Was ist eine LCA und warum ist sie die Grundlage für alles Weitere?

Jedes Bauprodukt hat eine Geschichte: Rohstoffe werden gewonnen, Materialien verarbeitet, Komponenten transportiert, Produkte hergestellt, eingebaut, genutzt und irgendwann entsorgt oder recycelt. Eine Lebenszyklusanalyse, kurz LCA, macht diese Geschichte messbar. Sie zeigt, welche Umweltwirkungen ein Produkt über seinen Lebensweg verursacht, zum Beispiel durch Energieverbrauch, Rohstoffe, Transporte oder Entsorgung.

Damit diese Bewertung nicht beliebig ist, folgt sie klaren Regeln. Die internationalen Normen ISO 14040 und ISO 14044 legen fest, wie eine LCA aufgebaut sein muss. Vereinfacht besteht sie aus zwei zentralen Teilen: In der Sachbilanz wird gesammelt, was in das Produkt hineingeht und was herauskommt, also Materialien, Energie, Abfälle und Emissionen. In der Wirkungsabschätzung wird daraus berechnet, welche Umweltwirkungen daraus entstehen, etwa Treibhauspotenziale oder Ressourcenverbräuche.

Damit ist die LCA mehr als eine einzelne Berechnung. Sie ist die Datenbasis für belastbare Nachhaltigkeitsbewertung. Auf ihr bauen EPDs, Product Carbon Footprints, Reduktionsstrategien und viele regulatorische Nachweise auf. Wer einmal sauber rechnet, schafft also nicht nur einen Bericht, sondern eine Grundlage, die mehrfach genutzt und wiederverwendet werden kann.

Für Bauproduktehersteller wird diese Grundlage immer wichtiger. Durch neue Berichtspflichten wie die CSRD müssen große Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsdaten detaillierter offenlegen. Gleichzeitig fragen sie diese Daten insbesondere bei ihren Lieferanten ab. Vorallem bei sogenannten Scope-3 -Emissionen, also Emissionen, die nicht direkt im eigenen Unternehmen entstehen, sondern in der Lieferkette. Auch die EPD nach EN 15804+A2 wird in Ausschreibungen, Produktvergleichen und Gebäudezertifizierungen zunehmend zum Standard. Wer hier keine sauberen Lebenszyklusdaten liefern kann, riskiert, bei Ausschreibungen schlechter dazustehen oder aus Lieferketten größerer Kunden herauszufallen.

Besonders anspruchsvoll wird es bei komplexen Bauprodukten. Ein einfaches, einphasiges Produkt lässt sich häufig noch mit Standarddaten oder Templates abbilden. Bei mehrschichtigen oder variantenreichen Produkten sieht das anders aus: Brandschutzsysteme, kombinierte Dämm- und Schallschutzaufbauten oder Fugen- und Anschlussprodukte bestehen oft aus mehreren Materialien, Funktionen und Verarbeitungsschritten. Hier reicht ein Standard-Template in der Regel nicht aus.

Genau hier setzt ecoverity an. Wir modellieren komplexe Produkte Schicht für Schicht, prüfen Annahmen methodisch und dokumentieren Entscheidungen nachvollziehbar. So entsteht eine Datenbasis, die nicht nur für eine einzelne EPD funktioniert, sondern auch für den kommenden digitalen Produktpasse und spätere PCFs, Updates, Varianten, Ausschreibungen und Reduktionsmaßnahmen genutzt werden kann. Aus einer Pflichtaufgabe wird damit ein belastbares Werkzeug für Produktentwicklung, Vertrieb und Strategie.

Ihr LCA-Projekt in 6 Schritten

Der Weg zur normenkonformen Lebenszyklusanalyse

  1. Auftakt & Werksbesichtigung

    Wir starten mit einem gemeinsamen Verständnis von Produkt, Anwendung und Zielsetzung. Wofür wird die LCA genutzt: als interne Entscheidungsgrundlage, als Basis für eine EPD oder für eine PCF? Daraus leiten wir den relevanten Lebensweg und das Anforderungsprofil an die Daten ab.

    ca. 1 Tag

  2. Sachbilanz-Aufbau

    Wir erfassen alle relevanten Inputs und Outputs entlang der definierten Systemgrenze. Bei mehrkomponentigen Bauprodukten strukturieren wir die Materiallogik so, dass sie später nachvollziehbar geprüft, aktualisiert und für Varianten genutzt werden kann.

    ca. 2 Tage

  3. Wirkungsabschätzung

    Wir übersetzen die erhobenen Produktdaten in ein belastbares LCA-Modell und berechnen die Umweltwirkungen entlang des Lebenszyklus. Die Ergebnisse zeigen, wie stark einzelne Materialien, Prozesse oder Transporte dazu beitragen.

    ca. 2 Tage

  4. Interpretation & Hotspots

    Wir analysieren, welche Materialien, Prozesse oder Lebenszyklusphasen die größten Umweltwirkungen verursachen, und prüfen die Robustheit der Ergebnisse gegenüber Annahmen und Datenunsicherheiten. So wird sichtbar, wo Reduktionspotenziale liegen und welche Stellschrauben relevant sind.

    ca. 2 Tage

  5. Bericht & Validierung

    Wir dokumentieren Ziel, Methode, Datenquellen, Annahmen und Ergebnisse in einem LCA-Bericht nach ISO 14040 und ISO 14044. Vor Abschluss prüfen wir die Modellierung intern kritisch und bereiten die Unterlagen für Anschlussprojekte auf.

    ca. 1-2 Tage

  6. Anschluss & Weiternutzung

    Die LCA endet nicht mit einem Bericht. Wir überführen die Ergebnisse in eine anschlussfähige Datenbasis für weitere Nachhaltigkeitsnachweise. Auf Wunsch halten wir den Datensatz aktuell und ergänzen ihn bei Produktänderungen, neuen Varianten oder regulatorischen Anforderungen.

    fortlaufend

  1. 01

    Auftakt & Werksbesichtigung

    Wir starten mit einem gemeinsamen Verständnis von Produkt, Anwendung und Zielsetzung. Wofür wird die LCA genutzt: als interne Entscheidungsgrundlage, als Basis für eine EPD oder für eine PCF? Daraus leiten wir den relevanten Lebensweg und das Anforderungsprofil an die Daten ab.

    Dauer

    ca. 1 Tag

    Ergebnis

    Verbindlicher Scope, Lebenszyklusgrenze, Datenanforderungsliste

  2. 02

    Sachbilanz-Aufbau

    Wir erfassen alle relevanten Inputs und Outputs entlang der definierten Systemgrenze. Bei mehrkomponentigen Bauprodukten strukturieren wir die Materiallogik so, dass sie später nachvollziehbar geprüft, aktualisiert und für Varianten genutzt werden kann.

    Dauer

    ca. 2 Tage

    Ergebnis

    Sachbilanz-Datensatz, Datenlückenübersicht, Material- und Prozessmodell

  3. 03

    Wirkungsabschätzung

    Wir übersetzen die erhobenen Produktdaten in ein belastbares LCA-Modell und berechnen die Umweltwirkungen entlang des Lebenszyklus. Die Ergebnisse zeigen, wie stark einzelne Materialien, Prozesse oder Transporte dazu beitragen.

    Dauer

    ca. 2 Tage

    Ergebnis

    Wirkungsabschätzungs-Report, LCA-Modell, Ergebnisübersicht nach Lebenszyklusphasen

  4. 04

    Interpretation & Hotspots

    Wir analysieren, welche Materialien, Prozesse oder Lebenszyklusphasen die größten Umweltwirkungen verursachen, und prüfen die Robustheit der Ergebnisse gegenüber Annahmen und Datenunsicherheiten. So wird sichtbar, wo Reduktionspotenziale liegen und welche Stellschrauben relevant sind.

    Dauer

    ca. 2 Tage

    Ergebnis

    Hotspot-Bericht, Sensitivitätsanalyse, priorisierte Reduktionsansätze

  5. 05

    Bericht & Validierung

    Wir dokumentieren Ziel, Methode, Datenquellen, Annahmen und Ergebnisse in einem LCA-Bericht nach ISO 14040 und ISO 14044. Vor Abschluss prüfen wir die Modellierung intern kritisch und bereiten die Unterlagen für Anschlussprojekte auf.

    Dauer

    ca. 1-2 Tage

    Ergebnis

    Validierter LCA-Bericht, prüffähige Datengrundlage

  6. 06

    Anschluss & Weiternutzung

    Die LCA endet nicht mit einem Bericht. Wir überführen die Ergebnisse in eine anschlussfähige Datenbasis für weitere Nachhaltigkeitsnachweise. Auf Wunsch halten wir den Datensatz aktuell und ergänzen ihn bei Produktänderungen, neuen Varianten oder regulatorischen Anforderungen.

    Dauer

    fortlaufend

    Ergebnis

    LCA-Datenbasis im ecoverity-System, Update-Struktur

Was Sie konkret bekommen

ecoverity's Leistungsversprechen

Was die LCA ermöglicht

Leistungen, die auf der LCA aufbauen

Aus einer sauber aufgebauten LCA entsteht die Grundlage für PCFs, EPDs und DPPs.

  1. STUFE 01

    Methodik

  2. STUFE 02

    Dokumentation

  3. STUFE 03

    Strategie

Häufige Fragen zu LCA

Was unterscheidet eine ecoverity-LCA von einer Berechnung anderer Anbieter?
Eine ecoverity-LCA verbindet methodische Modellierung mit einem schlanken, digitalen Projektprozess. Wir arbeiten nicht mit starren Templates, sondern strukturieren Ihre Produktdaten intern so, dass individuelle Bauprodukte, Varianten und Sonderfälle sauber abgebildet werden können. Dafür nutzen wir interne Automatisierung, standardisierte Datenlogiken und enge Abstimmung mit Ihrem Team. So bleibt der Prozess effizient, nachvollziehbar und persönlich betreut.
Welche Datenbasen verwenden Sie?
Wir arbeiten primär mit ecoinvent in der aktuellen Version. Für Bauproduktdaten ergänzen wir je nach Projekt geeignete Datensätze, zum Beispiel aus ÖKOBAUDAT oder weiteren anerkannten Quellen. Die Auswahl der Datenbank hängt davon ab, wofür die LCA später genutzt werden soll. Wenn eine EPD nach EN 15804+A2 geplant ist, achten wir bereits beim Aufbau der Sachbilanz darauf, dass die Datenbasis später anschlussfähig und konsistent mit den Anforderungen des jeweiligen Programmbetreibers ist.
Wie lange dauert eine LCA?
Bei einem klar abgegrenzten Cradle-to-Grave-Scope rechnen wir meist mit 1-2 Wochen ab Datenfreigabe. Der größte Zeitfaktor ist in der Regel nicht die Modellierung, sondern die Verfügbarkeit und Qualität der Eingangsdaten. Deshalb strukturieren wir früh, welche Informationen benötigt werden, welche Daten realistisch verfügbar sind und welche Annahmen sauber dokumentiert werden müssen.
Was kostet eine LCA?
Der Preis hängt von Produktkomplexität, Anzahl der Varianten und Tiefe der Sensitivitäts-Analyse ab. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unsere Preisliste zu. In einem Erstgespräch können wir den Rahmen abstecken und Ihnen so auch ein individuelles und unverbindliches Angebot erstellen.
Was passiert, wenn Nacharbeiten oder Änderungen notwendig werden?
Nacharbeiten innerhalb des vereinbarten LCA-Projekts sind im Preis enthalten. Auch dann, wenn sie erst später im Zuge von Rückfragen, interner Prüfung oder einer Anschlussverwendung auftreten. Dazu zählen zum Beispiel Korrekturen, methodische Erläuterungen, kleinere Anpassungen oder zusätzliche Nachweise zur bestehenden Berechnung. Wenn sich jedoch das Produkt selbst verändert, etwa durch eine neue Rezeptur, andere Lieferanten, neue Produktionsdaten oder zusätzliche Varianten, muss die LCA-Datenbasis fachlich aktualisiert werden. Dafür ist keine komplett neue LCA notwendig, sondern eine gezielte Folgebeauftragung auf Basis des bestehenden Modells.

Wir prüfen gemeinsam, wie tief Ihre LCA gehen muss.

In einem Gespräch prüfen gemeinsam, wofür Sie die LCA brauchen, welche Lebenszyklusphasen relevant sind und wie viel Detailtiefe für Ihr Produkt wirklich sinnvoll ist.