WIE WIR ARBEITEN

Methodische Tiefe und präzise Modellierung führt zu hochqualitativen Ergebnissen

Methodik klingt abstrakt, entscheidet aber über die Aussagekraft einer Studie. Sie bestimmt, ob am Ende nur ein Zahlenwert entsteht oder eine belastbare Grundlage für Verifizierung, Vergleich und Reduktion.

ISO 14040 / 14044 · EN 15804+A2 · EN ISO 14025 · ISO 14067

SECHS METHODISCHE PRINZIPIEN

Was jede Studie erfüllen muss, bevor sie unser Haus verlässt

Unsere Prinzipien sind keine Marketing-Claims, sondern unsere festen Arbeitsregeln für jedes Projekt. Wenn ein Auftrag methodisch nicht sauber entlang dieser Prinzipien aufgebaut werden kann, sprechen wir dies früh an und schlagen einen belastbaren Alternativweg vor.

  1. 01 ISO 14040 · 14044

    Funktionelle Einheit zuerst

    Methodik beginnt nicht mit der Stückliste, sondern mit der Frage: Was wird eigentlich verglichen? Wir definieren die funktionelle Einheit präzise, also die Bezugsgröße, Nutzungsdauer und Leistung des Produkts. Ohne diese Grundlage kann eine Studie zwar Zahlen liefern, aber keine belastbaren Aussagen.

  2. 02 EN 15804+A2

    Schichtaufbau dokumentiert

    Bei mehrschichtigen Bauprodukten bilden wir den Aufbau so ab, wie er tatsächlich gefertigt wird: Komponente für Komponente, Schicht für Schicht. Wir aggregieren nicht vorschnell zu einem „kg Produkt", wenn dadurch wichtige methodische Unterschiede verloren gehen, etwa bei Brandschutzaufbauten, Membranen oder Mehrlagen-Systemen.

  3. 03 ISO 14044 · ILCD-Handbook

    Datenqualität explizit

    Wir benennen Datenlücken offen, statt sie hinter Default-Werten zu verstecken. Wenn Lieferantendaten fehlen, dokumentieren wir den verwendeten Proxy, die Begründung und die Sensitivität. So ist klar, welche Aussagen belastbar sind und wo die Aussagekraft der Studie begrenzt bleibt.

  4. 04 ISO 14044 · § 4.4

    Sensitivitäten als Standard

    Jede Studie enthält eine Sensitivitäts- und Hotspot-Analyse. Das ist für uns kein Zusatzmodul, sondern Teil der Methode. Erst dadurch wird sichtbar, welche Annahmen die Ergebnisse wirklich beeinflussen und wo Reduktionsmaßnahmen tatsächlich ansetzen sollten.

  5. 05 EN ISO 14025

    Drittpartei-Trennung

    Wir erstellen, andere verifizieren. Wenn wir eine EPD modellieren, wird sie durch ein unabhängiges, akkreditiertes Drittpartei-Programm geprüft, typischerweise IBU oder eco-platform. Diese Trennung ist methodisch notwendig und für uns nicht verhandelbar.

  6. 06 EN 15804+A2 · A3-Updates

    Methodik-Updates dokumentiert

    Wenn sich Normen oder Programmanforderungen ändern, dokumentieren wir die Auswirkungen auf bestehende Studien: Was verändert sich rechnerisch, was bleibt vergleichbar, was muss neu bewertet werden? Unsere Bestandskund:innen behalten wir aktiv im Blick, bevor eine Re-Verifizierung zum Problem wird.

METHODIK-STACK

Welche Datenbanken, Tools und Programme wir nutzen und warum

Wir wählen Datenbanken, Tools und Programme nach Projektanforderung aus. Entscheidend ist nicht ein fixes Tool, sondern die Frage, welche Lösung die jeweilige Studie methodisch sauber, prüffähig und passend zu den Kundenanforderungen macht.

DATENBASEN
  • ecoinvent

    Primäre LCI-Hintergrunddatenbank für Material- und Energieflüsse.

  • Ökobaudat

    Bauprodukt-spezifisch, programmregelkonform für DACH-Veröffentlichungen.

  • IBU-Datenbank

    Programmregel-Hintergrund für IBU-veröffentlichte EPDs.

TOOLS
  • openLCA

    Open-Source-Modellierung, datenbankenübergreifend nutzbar.

  • ecoverity-Excel-Modelle

    Eigene Modelle für Spezialprozesse, die in Standard-Tools nicht sauber abbildbar sind.

VERIFIZIERUNGS-PROGRAMME
  • IBU (Institut Bauen und Umwelt)

    Etabliertes deutsches Programm, größter Halter für DACH-Markt-EPDs.

  • ift Rosenheim

    Programmbetreiber für Fenster, Türen und funktionale Bauelemente.

  • Kiwa

    Internationaler Zertifizierer mit eigenem EPD-Programm.

  • Internationale Programme

    Je nach Produktkategorie und Zielmarkt — z. B. EPD International für nichteuropäische Märkte.

NORMATIVE GRUNDLAGEN

Das Normen-Set, gegen das wir antreten

Verordnungen wie die EU-CPR oder die CSRD verweisen explizit auf Normen. Diese Normen liefern die Rechenregeln und den Anwendungsrahmen. Acht Normen bilden die methodische Achse unserer Arbeit.

CRITICAL REVIEW

Wann ein Critical Review die Aussagekraft entscheidend hebt

Ein Critical Review ist eine unabhängige methodische Begutachtung einer LCA-Studie nach ISO 14071 . Dabei prüft eine einzelne ReviewerIn oder ein Review-Panel, ob Methodik, Datenqualität, Modellentscheidungen und Schlussfolgerungen normenkonform und nachvollziehbar sind.

Verpflichtend ist ein Critical Review bei vergleichenden Studien, die öffentlich kommuniziert werden, zum Beispiel, wenn das Treibhauspotenzial eines Produkts mit einem Konkurrenzmaterial verglichen wird. Auch ohne Pflicht kann ein Review sinnvoll sein, wenn eine Studie in sensiblen Märkten genutzt wird oder die Ergebnisse nach außen stark kommuniziert werden.

Wir begleiten den Review-Prozess: Gemeinsam mit Ihnen wählen wir geeignete ReviewerInnen aus, bereiten die Hintergrunddokumentation vor, koordinieren das Verfahren und arbeiten Kommentare nachvollziehbar ein.

METHODIK IM EINSATZ

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